Lektion 8: Zerlegung in Minibilder
In der achten Lektion möchte ich die Anwendung der
Chromamaske des Picture Publishers demonstieren. Es handelt sich dabei um wirkliches simples Beispiel – bei dem zugegebenermaßen der Einsatz der Chromamaske nicht unbedingt notwendig ist – aber es geht nur darum zu verstehen, nach welchem Prinzip diese funktioniert.
Jeder kennt diesen Effekt: Ein großes Bild wird
auf vielen kleinen Bildschirmen dargestellt. Zu sehen ist dies beispielsweise in Fernsehshows, in denen einfach eine Wand mit Fernsehern zusammengeschaltet wird, die dann gemeinsam quasi eine Großbildleinwand ergeben. Auch die Werbekampagne des Jahres 2003 der ARD bediente sich dieses Effekts.
Ausgangspunkt ist zunächst einmal ein
beliebiges Bild. Dieses soll dann auf Mini-Bildschirmen verteilt erscheinen.
Dieses Bild soll in Mini-Bildschirme zerteilt werden.
1) Jetzt brauchen wir zunächst die Minibildschirm-Vorlage. Dazu
legen wir ein neues Bild an, das in etwa so groß ist wie das Ausgangsbild, jedoch einen weißen Hintergrund hat. Wir werden uns nun in diesem ein neues Füllmuster erzeugen.

2) Mit der
Rechteck-Maske ziehen wir ein kleines Rechteck in der Größe auf, die später ungefähr die Mini-Bildschirme haben sollen.
3) Diese Maske runden wir ab über
Maske → Glätten... und der Einstellung
8 Pixel.
4) Nun
füllen wir den maskierten Bereich mit Schwarz.
5) Wir
entfernen die Maske und ziehen eine
neue Rechtecktmaske auf, welche das schwarze abgerundete Rechteckt umschließt und ziemlich eng an dieses anschließt, ohne es jedoch zu berühren.
6) Jetzt wollen wir aus dem maskierten Bereich eine
Strukturfüllung erstellen. Dazu wählen wir das entsprechende Werkzeug aus der Werkzeugleiste (Füllheimer und dann in der horizontal erweiterten Leiste den zweiten Eintrag von links.

7) Daraufhin verändert sich wie gewohnt die Werkzeug-Menüleiste. Nun klicken wir auf den
kleinen »Struktur«-Button, daraufhin klappt die Stukturpalette nach unten. Aus dieser wählen wir
»Erstellen...«.
8) Wir geben der Struktur den Namen »Mini-Bildschirme«.
9) Damit wurde die Strukurpalette um unsere Mini-Bildschirme erweitert. Wir überprüfen dies, indem wir einfach noch einmal auf den Struktur-Button klicken und sehen, dass die Mini-Bildschirm-Struktur bereits auswählbar ist.
10) Wir
füllen das Bild mit der frisch erstellten Mini-Bildschirm-Füllung.
11) Jetzt ist es ganz wahrscheinlich, dass sich am rechten und am unteren Rand keine vollen, sondern
abgeschnittene Bildschirme befinden. Deshalb müssen wir das Bild ein wenig beschneiden.
Dazu nehmen wir das »Schneiden«-Werkzeug, setzen es im
linken oberen Eck an und ziehen es so auf, dass die abgeschnittenen Bildschirme nicht mehr innerhalb des aufgezogenen Vorschau-Rechtecks liegen, also nach außen abfallen. Als Ergebnis erhalten wir ein »Wand« mit lauter ganzen Bildschirmen.
TIPP: Auch
während des Aufziehens des Schneidemessers kann die Startposition noch verändert werden. Man hält einfach
gleichzeitig die rechte Maustaste gedrückt und verschiebt das bis dato aufgezogene Rechteck an eine beliebige andere Position.
Unsere Minibildschirmwand ist bereits fertig, jetzt muss nur noch das »Programm« eingestellt werden...
Nun wenden wir uns dem eigentlichen Zweck dieser Übung zu, nämlich der
Chromamaske. Die schwarzen Mini-Bildschirme sollen nun maskiert werden. Dies könnte man zum Beispiel mit dem
Zauberstab erledigen, indem man einfach in jeden der schwarzen Bildschirme klickt. Mit der Chroma-Maske kann man sich all die Mühe sparen und quasi alle »auf einen Streich« maskieren.

12) Wir öffnen also zunächst das Chromamasken-Menü unter
Maske → Chromamaske....
13) Dann klicken wir in diesem auf ein
quadratisches Kästchen unter →Farbe wählen→ und dann im dahinter gelegenen Bild in einen der schwarzen Bildschirme. Damit weiß der Picture Publisher:
Alles was Schwarz ist, muss maskiert werden. Doch wann endet Schwarz? (Die Welt ist wie Ihr wisst nicht nur Schwarz und Weiß, sondern manchmal ziemlich grau ...) Wir müssen dem Picture Publisher also noch sagen, welche Farbtöne
ausgehend vom eingestellten Wert er in die Maske aufnehmen soll.
14) Dies geschieht im
Feld »Bereich«. Je höher dort der Wert, desto mehr benachtbarte Farbtöne werden in die Maske aufgenommen. Bei einem Wert von 1 wird nur der gewählte Farbton aufgenommen. Aber Vorsicht! Farbfläche sehen oft einfarbig aus, sind es aber nicht, denn die
Ränder sind meistens geglättet also mit Zwischentönen abgesoftet. Dann muss man ein wenig mit verschiedenen Bereichswerten herumprobieren.
15) Bei unserem Minibildschirmen ist das aber kein Problem. Wir stellen einen
beliebigen Wert ein. Nach Klick auf OK sind alle maskiert.
16) Nun haben wir die Maske erschaffen.
Wir entfernen sie wieder. Warum denn das? Weil wir nun den Hintergrund mit Schwarz füllen. Die weißen Flächen müssen verschwunden sein.
17) Danach klicken wir auf
»Rückgängig Maske entfernen«.
Die mit Schwarz gefüllte Fläche und die wiederhergestellte Maske.
18) Nun
kopieren wir das erste Ausgangsbild in die Zwischenablage.
19) Zurück im Minibildschirm-Bild wählen wir
Bearbeiten → Einfügen um das Bild als Objekt einzufügen.
20) Wir aktivieren in der Titelleiste die
Checkbox Maske auf »in« und sehen, dass das Bild sogleich in die einzelnen Minibildschirme aufgeteilt wird.
21) Wir verschieben das eingefügte Bild noch bis es optisch passt und wählen das
Bearbeiten-Werkzeug, um die Einbindung fest zu machen.
22) Damit sind wir fertig. Durch
Objekt → Einbinden → Alle Objekte redzuieren wir das Bild auf den Hintergrund.
Unser Endergebnis.
Mit dieser Technik lassen sich natürlich auch beliebig viele Variationen erschaffen. Es müssen z.B. nicht immer Mini-Bildschirme sein. Auch der schwarze Hintergrund kann leicht geändert werden. Da die Mini-Bildschirme als Objekt vorliegen, kann man ihnen auch problemlos einen
Schlagschatten zuweisen.
Eine Variation mit Schlagschatten.