Corporate Design und Markenaufbau
Eine bereits ausgeprägte und etablierte Corporate Identity (CI) besitzen normalerweise nur
größere oder länger existierende Unternehmen. Ein Unternehmen, das eine solche aufgebaut hat und auch im Web aktiv werden will, sollte diese natürlich auch im Web vertreten.
Hinter der CI steckt der strategisch sinnvolle Gedanke, dass sich das Unternehmen
nach innen und außen einheitlich und widerspruchsfrei präsentiert, um von den Zielpersonen gleichermaßen erkannt und wahrgenommen zu werden und sowohl innen, als auch außen ein einheitliches Bild zu erzeugen. Da jedes Unternehmen von seiner Zielgruppe jederzeit eindeutig erkannt und widerspruchsfrei wahrgenommen werden möchte, macht es auch für jedes Unternehmen Sinn, sich früh auf eine vereinheitliche Unternehmensdarstellung festzulegen und diese konsequent sowohl nach innen als auch nach außen zu vertreten.
Die Corporate Identity ist normalerweise ein komplexes System aus
designbezogenen,
kommunikationsbezogenen und
verhaltensbezogenen Inhalten, die von einem Unternehmen ausgesendet werden. Der Teil, der sich im Screendesign besonders niederschlägt und auf den hier auch besonders eingegangen wird, ist das
Corporate Design.
Das
Corporate Design kann sich im Screendesign auf dreierlei Weise wiederfinden, nämlich
- in der Schriftart,
- in den Farben,
- im Grafik-Stil.
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Schriftart
Aufgrund der geringen Auswahl an browserkompatiblen Schriftarten kann das Screendesign in den seltensten Fällen nur in der Haus-Schriftart umgesetzt werden. Also muss man hier
ein paar Abstriche machen.
Etabliert hat sich das Gestaltungsprinzip, die »Peripherie«, also Buttos, Menüs, Headlines etc. als Grafik in der Haus-Schrift zu formatieren, und den Fließtext dann in einer der global vorhandenen Browser-Schriftarten Times, Verdana oder Arial / Helvetica, etc. zu halten.
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Farben
Auch beim Einsatz der Haus-Farben muss der Screendesigner
Einschränkungen in Kauf nehmen. Lässt sich die Farbqualität bei Druckerzeugnissen noch durch Sonderfarben penibel genau für jedes Exemplar bestimmen und kontrollieren, so ist dies beim Screendesign nicht mehr möglich, denn jeder Besucher hat seinen Monitor anders eingestellt. Dadurch kommt es zu unterschiedlichen Farbeindrücken bei unterschiedlichen Besuchern.
Dies ist jedoch kein Beinbruch, denn diese
Genauigkeit muss ein Screendesign gar nicht liefern. Es geht in erster Linie um den Eindruck, damit die Identifikation sicher stattfinden kann. Ein Magenta-Ton (wie bei der Deutschen Telekom AG) wird immer als solcher wirken, auch wenn er auf den einem oder anderen Monitor dunkler, heller, leuchtender oder stumpfer ist.
Bei Vorhandensein einer Haus-Farbe, sollte diese Farbe eine
deutliche Rolle bei der farbigen Ausgestaltung einnehmen. Es ist jedoch nicht nötig, jedes auch noch so winzige Detail dieser Farbe zu unterwerfen. Sie sollte nur allgegenwärtig vorhanden sein, z.B. innerhalb der Buttons, als Hintergrund, farbige Fläche, etc.
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Grafik-Stil
Das Corporate Design spiegelt sich nicht nur in der Farbe und der Schriftart wider, sondern auch in der
Art und Weise, wie Grafiken, Illustrationen, Veranschaulichungen aller Art angefertigt und platziert werden. In einem solchen Gestaltungs-Stil können z.B. Proportionen, Formen, Abstände etc. vorbestimmt sein.
Das Screendesign sollte, wenn möglich, auch die
Stil-Konventionen des Corporate Designs übernehmen oder sich adäquat anpassen.