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Masken beim Picture Publisher

Teil 1: Start – Warum Masken?

Masken sind in der Bildbearbeitung wohl die wichtigsten Hilfsmittel, auf die ein Gestalter zurückgreifen kann. Denn Masken bieten die Möglichkeit, den zu bearbeitenden Teil bzw. zu verändernden Bildabschnitt individuell einzugrenzen.

Angenommen ich möchte bei einem Apfel den Rotton etwas verstärken: Wenn ich dies sofort im Menü »Bild > Farbausgleich« einstelle, dann bewegen sich alle Farbtöne in Richtung Rot, also z.B. auch der Baum, an dem der Apfel hängt. Dies kann jedoch dadurch leicht verhindert werden, dass man einfach den Apfel mit Hilfe der Maskenwerkzeuge selektiert und damit quasi vom übrigen Bild trennt.

Für welche Aufgaben setzt man Masken ein? Einmal - wie soeben angedeutet - zur Veränderung eines eingegrenzten Bereiches innerhalb des Bildes. Die andere bedeutende Funktion einer Maske beim PP ist es, diese Bereiche durch Kopieren und Einfügen in Objekte zu verwandeln, die dann ihrerseits wieder umhergeschoben und manipuliert werden können. Auf den Apfel angewendet bedeutet dies also, dass man dank einer Maske weitere Äpfel - ohne Baum - durch Kopieren und Einfügen erzeugen kann.

Beim Picture Publisher können Masken auf zwei unterschiedlichen Wegen erstellt werden:

• Manuelle Masken
Manuelle Masken werden durch den Bildbearbeiter per Maus direkt eingezeichnet. Hier bietet der Picture Publisher altbekannte Werkzeuge wie Rechtecke- und Ellipsen, Vielecke oder Malpinsel.

• Automatische Masken
Automatische Masken werden durch den Computer generiert. Der Bildbearbeiter stellt verschiedene Parameter ein, nach denen dann die Maske automatisch erstellt wird. Am häufigsten angewendetes Werkzeug ist dabei der Zauberstab, der benachbarte Bildpunkte mit ähnlicher Helligkeit oder Farbe zu einer Maske »zusammenschweißt«. Ein anderer Vertreter ist die Chroma-Maske, bei der konkrete Farben ausgewählt werden können, aus denen dann automatisch eine Maske geformt wird.


Ist eine Maske einmal erstellt, dann gibt es zwei verschiedene Wege, diese zu verändern:

• Manuelle Veränderung
Die manuelle Umformung der Maske wird wie bei Vektorgrafiken über das Verschieben, Setzen und Löschen von Ankerpunkten (»Maskenpunkten«) vorgenommen. Auch kann die Maske selbst oder Teile aus ihr verschoben werden.

• Automatische Umformung
Die automatische Umformung der Maske erfolgt über Eingabe von Werten, den Rest übernimmt der Computer. Beispielsweise kann man die Maskenform auf diese Weise verwischen oder glätten.


Neben der Erstellung und Veränderung von Masken gibt es noch einiges mehr, was man mit Masken anstellen kann:

• Der Maskenkanal
Masken können beim PP auch transparent sein, so dass sich ein Effekt nur zu bestimmten Anteilen auf bzw. innerhalb der Maske auswirkt. Auf diese Weise kann man z.B. »Geisterobjekte« in das Bild einbauen, durch die man durchsehen kann. Im Zusammenhang mit transparenten Masken spielt der Maskenkanal eine besondere Rolle, der quasi die Parallelwelt eines Bildes darstellt.

• Verwaltung von Masken
Masken sind beim Picture Pubisher selbständige Elemente, die unabhängig vom eigentlichen Bild verwaltet werden können. Die Erstellung einer passenden Maske ist nicht immer leicht, aber wenn es erst einmal geschafft ist, erlangt man Zutritt zu den besonders raffinierten Bildeffekten.