Teil 5: Automatische Änderung
Der Anwender kann die Masken beim Picture Publisher nicht nur
manuell verändern, sondern es stehen ihm im Menü »Maske« auch einige Befehle zur Verfügung, mit denen er dies auf automatisiertem Wege erledigen kann. Es müssen lediglich
Werte angegeben werden, nach denen dann das Programm die Verwandlung der Maske vollzieht, nämlich ...
Ausgangspunkt für die nachfolgende Erklärung der einzelnen Befehle der automatischen Maskenumformung ist das folgende Bild, das ich durch den Befehl »Maske → Alles Maskieren« ganz ausgewählt habe:
Das Ausgangsbild ist komplett maskiert.
• Größe der Maske verändern
Mit Hilfe des Befehles »Maske → Maskengröße...« kann eingestellt werden, um wieviele Pixel eine Maske
verkleinert oder vergrößert werden soll.
Sollen die Seiten
im gleichen Verhältnis skaliert werden, dann kann man sich die doppelte Eingabe durch Entfernen des Häkchens aus der Checkbox sparen. Ist der
linke Button gedrückt, wird die entsprechende Seite vergrößert, beim
rechten Button verkleinert.
Leider hat diese Funktion eine
Schwäche: Zwar erfüllt sie bei eckigen Masken ihre Aufgabe zuverlässigt, soll aber damit die Größe eines Kreises verändert werden, dann wird der Kreis eckig.
Um die Charakteristik der Maskenform trotz Skalierung zu bewahren, muss ein andere Weg eingeschlagen werden, nämlich über die Funktion
Maskenumformung:
Hier
markiert man zunächst die ganze Maske (Methode »Maske verschieben«). Nun kann man durch
Gedrückthalten der Umschalttaste während der Skalierung eine gleichgeformte Version der Ursprungsmaske erzeugen.
Die Maske wurde gleichmäßig um 20 Pixel an allen Seiten verkleinert über »Maske → Maskengröße
• Maske invertierten
Mit dem Befehl »Maske → Invertieren« wird die aktuelle Maske
umgekehrt.
Das bedeutet: Alles was bisher maskiert war, ist es nun nicht mehr, und umgekehrt. Diese Maskenumformung wird relativ oft gebraucht, beispielweise wenn nicht ein Motiv verändert werden soll, sondern dessen Hintergrund.
Oder aber der
Hintergrund eines Motivs, beispielsweise ein blauer Himmel, kann leicht und schnell per Zauberstab maskiert werden. Das anschließende Invertieren der Maske führt dann dazu, dass nicht mehr der Himmel maskiert ist, sondern das Motiv.
Bei unserem Sonnenuntergang benutze ich nun diese Funktion, um später einen Rahmen zu erzeugen:
Für den Masken-Rahmen habe ich einfach die bisherige Maske invertiert. Bisher war nur ein rechteckiger Teil des Bildes maskiert, nun ist es das Außenrum.
• Maske glätten
Mit der Funktion »Glätten« werden automatisch die
Kanten einer Maske beseitigt bzw. abgerundet.
Die Intensität der Glättung kann in 50 Stufen eingestellt werden, was zwar nach viel klingt, jedoch bei größeren Bildern manchmal nicht ausreicht. Hier bleibt dann nichts anderes übrig,
als den Befehl wiederholt anzuwenden.
Wo wendet man die Maskenglättung an? In erster Linie setze ich sie ein, um
Buchstaben und Buttons abzurunden. Eine interessante Möglichkeit ist das Erzeugen abgerundeter Rahmen:
Aus dem eckigen Maskenrahmen wird dank der Maskenglättung ein abgerundeter.
• Maske verwischen
Sollen die Maskenränder unscharf gemacht werden, dann kommt die Funktion
»Maske → Verwischen« zum Einsatz.
Diese erzeugt einen
Übergang zum unmaskierten Bereich. Beide Bereiche fließen dann mehr oder weniger sanft ineinander über, je nachdem wieviele Pixel für den Übergang eingestellt sind.
Es kann nicht nur bestimmt werden, wie weich die Übergänge werden, sondern auch
in welche Richtung die Maske weichgezeichnet wird. Nach
»außen« bedeutet, dass die bisherige Maskengrenze »überschwemmt« wird und bisher unmaskierte Teile mit der transparenten Maske hinterlegt werden. Das Umgekehrte gilt für
»innen«, nämlich dass entgegen der Maskenkante weichgezeichnet wird.
Besonders nützlich ist diese Funktion, wenn es darum geht,
Objekte mit dem Bild zu verschmelzen. Gerade an Maskenkanten bleiben des öfteren »Blitzer« übrig, also hellere oder dunklere Pixel, welche die Kontur ungewollterweise hervorheben und die Illusion zerstören. Diese können mit dem Befehl weggewischt werden. In unserem Beispiel habe ich ihn für einen anderen Zweck verwendet, nämlich um den Rahmen mit dem Bild zu verschmelzen:
Die rechte Hälfte des Bildes habe ich nach außen verwischt, die linke unverändert gelassen, und anschließend beide Hälften mit Schwarz, 50 Prozent Transparenz, gefüllt.
• Lücken entfernen
Abschließend noch ein Paar Sätze zur Funktion »Lücken entfernen«:
Bei Verwendung des Zauberstabes kommt es relativ oft vor, dass einige Flächen innerhalb des zu maskierenden Bereiches unmaskiert geblieben sind. Normalerweise nimmt man dann die
Malmaske und holt dies manuell nach, indem man sie mühsam ausmalt.
Aber mit Hilfe der
Lücken-Entfern-Funktion kann man dies nun ganz gut automatisch vom Computer erledigen lassen. Aber Vorsicht: Der Computer ist natürlich nicht so schlau, dass er automatisch erkennen würde, welche Lücken er entfernen darf und welche nicht. Gibt es gewollte Lücken, dann verschwinden diese ebenfalls.