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Objekte beim Picture Publisher

Teil 1: Grundlagen der Objekte

Der Picture Publisher kann nicht nur für die Berarbeitung und Optimierung von Bildern verwendet werden, sondern auch für das Bild-Composing. Man denke beispielsweise an einen Schriftzug, ein Logo oder Cliparts, die in ein Bild hineingesetzt werden.

Objekte vor Basisbild 2D-Ansicht Für das Composing gibt es im Picture Publisher Objekte. Objekte sind eigenständige Bildelemente, die unabhängig vom übrigen Bild umhergeschoben und verändert werden können. Man kann sie sich vorstellen wie Papierschnipsel einer Collage, die man solange umherschiebt, bis die Komposition passt.

Objekte und Basisbild 3D-Ansicht
Objekte sind vom Hintergrund (»Basisbild«) losgelöste Bildteile.


 Kennzeichnung der Objekte

Woran erkennt man ein Objekt? So einfach ist das gar nicht. Es besteht nämlich eine akute Verwechslungsgefahr, zumindest wenn man den Umgang mit dem Picture Publisher neu erlernt oder vorher mit anderen Programmen gearbeitet hat. Objekt mit Objektkontur

Denn Objekte werden im Motiv selbst mit einer animierten (blau-roten) Kontur kenntlich gemacht (siehe Abb. rechts). Und das kommt uns doch sehr bekannt vor: Eine ähnliche wird auch zur Markierung einer Maske verwendet ...

Man kann sich daher gleich darauf einstellen, dass man hin- und wieder Objekt und Maske miteinander verwechselt, das kommt auch in den besten Bildbearbeiter-Familien vor ...


 Der Objekt-Manager

Wichtigstes Hilfsmittel bei der Arbeit mit Objekten ist der Objekt-Manager (F12). Dieser zeigt sämtliche Objekte eines Bildes an.

Der Objektmanager

Man erkennt sofort die Ähnlichkeit zu einer Ebenenpalette, die bei diversen anderen Bildbearbeitungsprogrammen, z.B. auch bei Photoshop, zum Standard geworden ist. Beim Picture Publisher handelt es sich jedoch nicht um Ebenen, sondern »nur« um Objekte, die in einer bestimmten Hierarchie zueinanderstehen.

Mit Hierarchie ist gemeint: Die Objekte sind in einer bestimmten Reihenfolge übereinandergestapelt. In dieser erscheinen sie auch im Objekt-Manager. Ganz oben im Objekt-Manager bedeutet also auch ganz oben in der Objekthierarchie. Würden sich in unserem Beispiel alle 3 Objekte überlagern, dann würde man nur Objekt 1 ganz sehen.


 Funktionen des Objekt-Managers

Der Objektmanager besitzt unterschiedliche Schaltflächen, mit denen die Objekte selektiert oder verwaltet werden können:

Durch Klick auf das Auge, kann ein Objekt im Bild unsichtbar bzw. wieder sichtbar gemacht werden. Unsichtbar ist hier gleichbedeutend mit nicht existent. Kopiert man beispielsweise ein Bild mit einem unsichtbaren Objekt, dann wird dieses nicht mit kopiert. Durch Klick auf das kleine Vorhängeschloß bleibt ein Objekt zwar sichtbar, kann aber nicht verschoben oder verformt werden.

Mit den Auf- und Ab-Pfeilen kann man die Objekt-Reihenfolge verändern, also zum Beispiel ein Objekt, das vorher ein anderes überlagert hat, unter dieses schieben. Dies kann man aber natürlich auch direkt per Drag & Drop erledigen. Durch Gedrückthalten der Umschalttaste kann ein Objekt direkt ganz nach oben oder ganz nach unten in der Hierarchie geschoben werden.

Der Objekt-Alphakanal funktioniert nach demselben Prinzip wie der Maskenkanal, nur dass sich die geschaffene Maske lediglich auf das entsprechende Objekte auswirkt.

Nach Betätigen des Buttons »Objekt schneiden« kann das jeweils aktive Objekte beschnitten werden. Gleich daneben befindet sich der Button, mit dem ein Objekt gelöscht werden kann. Alternativ kann man eine Objekt auch löschen, indem man es aktiviert und die Entf-Taste drückt.

Schließlich kann man über den Objekt-Manager mehrere Objekte miteinander gruppieren, indem man sie mit gedrückter Umschalttaste aktiviert und dann den entsprechenden Button unten links drückt. Gerade bei Objekten, die sowieso untrennbar zusammengehören, wie ein Objekt und sein Schatten, ist dies eine arbeitserleichternde Einrichtung.


 Arbeiten mit Objekten

Die Zusammenarbeit mit Objekten bietet einige Besonderheiten, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

Ein ganz dicker Nachteil des Objekt-Prinzips ist beispielsweise, dass die Effektfilter nur innerhalb der Objekt-Grenzen wirken, also nicht die Grenzen sprengen können. Das ist ein ganz klares Hindernis für das professionelle Arbeiten, und, um es so deutlich zu sagen: Wegen dieses Mankos wollte ich den PP schon oft in die Ecke schmeißen.

Ich würde ohne die bewegte Objekt-Kontur arbeiten, denn man kann auch anhand des Objekt-Managers sehen, welches Objekt gerade markiert ist. Die Objekt-Kontur wird ausgeschaltet mit »Objekt → Markierung verbergen«. Denn die Objekt-Kontur scheint allen Anschein nach die Grafikkarte ziemlich zu beanspruchen. Schon einmal einen Bildschirmschoner laufen (besser gesagt: ruckeln) gesehen, während diese Markierung aktiviert ist?

Wer mühsam erstellte Objekt konservieren, also auch beim nächsten Öffnen noch zur Verfügung haben möchte, der sollte das Bild im PP-eigenen Dateiformat »*.ppf« abspeichern. Vorsicht: Bei allen anderen Formaten werden die Objekte unwiderruflich mit dem Bild verschmolzen und stehen beim nächsten Öffnen nicht mehr zur Verfügung!