Stanzeffekt
1) Wir erstellen wieder eine Schrift mit
Größe 200 und mit der
Farbe Weiß. Die Schriftart ist egal, am besten Ihr probiert es mal mit verschiedenen Schriftarten.
2) Nun wollen wir der Schrift Kanten verpassen und wählen
→ Effekte → Kanten formen....
3) Im Menü stellen wir folgende Werte ein:
Breite der Kante
10, Rundung
10, Lichtintensität
100, Helligkeit der Glanzlichter
100, Tiefe der Schatten
15.
Wir wollen
kein »Farbiges Licht«, aber
den »Innenbereich erhalten«. Alle anderen Einstellmöglichkeiten sind deaktiviert.
Lichteinfall und Kantenprofil sind so einzustellen, wie in der Abbildung zu sehen.
4) Nach einem Klick auf OK sollte das Ergebnis in etwas so aussehen:
5) Um die
Übergänge ein wenig zu soften, lassen wir nun den
Gaußschen Weichzeichner drüberlaufen. Dazu müssen wir aber noch aus dem Objekt eine Maske machen (
→ Mask →Maske von Objekt erstellen).
6) Nun wählen wir
→ Effekte→ Effektfilter und hier
»Gaußsches Verwischen«, stellen den Wert
2 ein und klicken auf O.K..
Jetzt machen wir uns daran, die Schrift einzustanzen. Wir benötigen dazu
das Außenrum unserer Schrift. Vorher hatten wir ja bereits aus dem Objekt eine Maske geformt.
7) Nun invertieren wir die Maske (
→ Maske → Invertieren) und machen aus dieser Maske ein neues Objekt (
→ Objekt → Objekt von Maske erstellen).
8) Im Objekt-Manager (F12) erscheint ein
zweites Objekt, sozusagen das »invertierte« Objekt.
9) Bei dem gerade entstandenen Objekt wiederholen wir nun die ganze Prozedur von Objekt Nr.1, unserer Schrift: Zuerst
Kanten formen mit den selben Werten und anschließend den
Gaußschen Verwischer drüberlaufen lassen.
Je nach Größe des Bildes kann übrigens das Formen der Kanten etwas dauern, aber wir haben ja Zeit ... Und so müsste es am Ende bei Euch aussehen:
Eines stört uns aber noch gewaltig: Die
Kanten der Umgebung wurden nicht nur auf die Schriftkontur angewendet,
sondern auch auf die Objekt-Außenkanten. Und diese machen sich äußerst schlecht wenn darum geht, die Schrift innerhalb eines Bildes zu positionieren.
Also entledigen wir uns der Rahmenkanten:
10) Dies kann auf zwei verschiedene Wegen passieren.
10a) Entweder wir ziehen eine
rechteckige Maske auf, die etwas kleiner ist als das Objekt und benutzen dann den Befehl
→ Maske → Schneiden.
10b) Oder wir benutzen das
Schneiden-Werkzeug um das Objekt
direkt »ohne Netz und doppeltem Boden« freizustellen. Im Anschluß daran sollten die Außenkanten verschwunden sein.
Damit der Schrift flexibel in jeden Hintergrund hineingestanzt werden kann, müssen wir nun noch einige Änderungen vornehmen.
11) Wir aktivieren zunächst das
»Basisbild« durch Mausklick im Objekt-Manager und füllen es mit einer Farbe, ich nehme mal die Farbe Gelb. Nichts passiert, noch nicht ...
12) Nun aktivieren
Objekt Nr.1, wählen das Bearbeiten-Werkzeug (den weißen Mauszeiger) und stellen den
Mischmodus auf »Subtraktiv«:
13) Das selbe machen wir dann noch mit
Objekt Nr.2 und schon haben wir einen
flexiblen Stanzeffekt, der auch dann erhalten bleibt, wenn wir den Hintergrund ändern.
Die universelle Einsetzbarkeit unserer Stanzschrift wollen wir nun an einem Bild testen.
14) Wir
laden ein beliebiges Foto ein und wechseln dann wieder zu unserer Stanzschrift.
15) Hier
gruppieren wir beide Objekte (
Umschalttaste gedrückt, auf beide klicken und anschließend
→ Objekt → Kombinieren → Gruppieren) und wählen
→ Bearbeiten → Kopieren.
16) Wir wechseln zum Foto und fügen das Objekt über
→ Bearbeiten → Einfügen aus der Zwischenablage ein.
17) Im Augenblick sehen wir noch eine
störende weiße Fläche. Aber diese können wir wieder beseitigen, indem wir den
Mischmodus des Objektes auf »Subtraktiv« stellen.
Einschränkend muß gesagt werden, dass dieser Stanzeffekt auf dunklen Fotos nicht so toll aussieht, weil die Lichtkanten nicht stark genug hervortreten, aber bei hellen Fotos kann sich dieser Effekt sehen lassen, oder?
Hier kannst Du Dir das
Makro zum Stanzeffekt downloaden.