Stein-Effekt
Beim folgenden Texteffekt handelt es sich um eine
versteinerte Schrift. Man kann beim Picture Publisher auf
unterschiedlichen Wegen zu einem ansehnlichen Stein-Effekt gelangen. Ich stelle eine relativ
einfache Variante aus diesen vor.
1) Wir erstellen zunächst wieder eine Schrift mit
Größe ca. 150. Ich empfehle eine Schriftart mit etwas mehr Volumen.
2) Wir füllen die Schrift mit
Weiß.
3) Zunächst wollen wir uns mal die unzerstückelte Variante der Steinschrift ansehen. Wir gehen in das Menü
→ Effekte → Kanten formen.
4) Bevor wir nun die Regler und Textur einstellen sollten wir uns kurz vor Augen führen, was einen
»natürlichen« Stein charakterisiert: Er darf nur matte Glanzlichter besitzen, nicht abgerundet wirken und keine gleichmäßig wirkende Struktur besitzen. Genau das stellen wir nun ein.
Das Licht kommt von
links oben, die Kante ist
glatt und als Struktur stellen wir
»Nagelfluh« ein. Die Werte: Breite der Kante
200, Rundung
0, Lichtintensität
100, Helligkeit der Glanzlichter
30, Tiefe der Schatten
100,
weißes Licht,
Innenbereich erhalten aktiviert. Nach Klick auf OK erhalten wir bereits eine
fast brauchbare Steinschrift.
5) Um der Schrift noch etwas mehr Plastizität zu verleihen, wollen wir nun noch den
Mittelton-Bereich etwas verstärken und ihr damit etwas mehr Zeichnung geben. Außerdem werden damit die Glanzlichter noch
ein wenig »entschärft«. Wir gehen in das Menü
→ Bild → Vierteltöne.
6) Hier schieben wir den
M-Regler nach links zum Wert 30, oder optisch ausgedrückt zur Rückseite des Berges. Nach Klick auf OK erhalten wir unser erstes Endergebnis.
7) Diesem fügen wir noch einen Schatten hinzu. Am schnellsten geht dies über das Menü
→ Objekt → Schlagschatten.
Für Anspruchsvollere PP-Anwender: Den besseren Schatten erzielt man jedoch, wenn man ein
Duplikat des Steinschrift-Objekts erstellt, es
schwarz einfärbt, leicht nach links unten
verschiebt, dann nur dieses Objekt in das
Basisbild einbindet, mit
Gauß weichzeichnet, in ein
neues Objekt verwandelt,
nach unten in der Hierarchie stellt und den Mischmodus dieser Schattenebene auf
»Multiplizieren« stellt.
Unsere erste Variante ist fertig.
Jetzt zu unserer zweiten,
zerbröckelten Steinschrift-Variante.
Die Schritte 1 und 2 sind identisch mit denen der oben behandelten ersten Variante, wir steigen also bei 3) ein.
3) Wir machen aus dem Objekt eine Maske (
Maske → Maske von Objekt erstellen).
4) Dann wechseln wir in den
Maskenkanal.
5) Hier gehen wir in das
Effektfilter-Menü.
6) Beim Filter
→ Struktur → Mosaik stellen wir die Fließengröße 25, Fugenbreite 7 und Fugenhelligkeit 0 ein.
7) Die Fugen sind noch zu hell. Das darf nicht sein und deswegen betreten wir das Menü
→ Bild → Vierteltöne um das zu korrigieren. Wir schieben hier den
»S-Regler« ganz an den rechten Rand.
Folgendes Zwischenergebnis liegt vor – nicht vergessen, dass wir uns
im Maskenkanal befinden und soeben kein Bild, sondern lediglich eine
Maske erstellt haben.
8) Zurück im normalen Bearbeitungmodus mischen wir unser Objekt mit der Maske mit dem Befehl
→ Objekt → Mit Maske mischen.
9) Wir
entfernen die Maske.
10) Nun gehen wir in das
»Kanten formen«-Menü. Dort müssten noch die Werte von vorher eingestellt sein. Diese wenden wir direkt auch auf das inzwischen zerbröckelte Objekt an.
11) Wir wiederholen die
Viertelton-Korrektur aus Punkt 6).
12) Nun fügen wir nur noch einen
Schlagschatten hinzu (wie oben) und haben damit unseren Stein-Effekt fertig gestellt. Durch eine Veränderung der Fugenbreite und Fließengröße lassen sich natürlich
beliebig viele Varianten erstellen.
Exklusiv für meine Besucher habe ich hier wieder die entsprechenden
Makros vorbereitet, einmal für die
kompakte Variante und einmal für die
zerstückelte Variante. Viel Spaß!