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Webgrafik mit Picture Publisher

JPEG-Optimierung

Wie bereits im Abschnitt Grafikformate erwähnt, setzt man das JPEG-Format (Dateiendung ».jpg«) vor allem für die Komprimierung von Fotos und Grafiken mit vielen Farben ein. Beim Picture Publisher gibt es für die JPEG-Optimierung ein Menü.
Man erreicht es unter → Datei → Export → JPEG-Export...

Das Abspeicher-Menue JPEG-Optionen Vorschaufenster Darstellungsphasen Progressives JPEG Komprimierungsfaktor Aufloesung Grundeinstellungen Ansichtsoptionen Info aktuelle Einstellungen
Das JPEG-Optionen Menü (klicke Bereiche für Erklärung)


Das Menü »JPEG-Optionen« im Detail

Vorschaubild
Sofort in Auge stechen die beiden Vorschaubilder. Links ist das Original zu sehen, rechts das Vorschaubild für die jeweils vorgenommene Komprimierung. Dadurch ergibt sich eine praktische Vergleichsmöglichkeit zwischen Original und der für das Web optimierten Datei.


Info aktuelle Einstellungen


Rechts oben wird die aktuelle Kompressionseinstellung angezeigt, also das, was weiter unten eingestellt worden ist: der Kompressionsfakor (Je größer die Zahl vor dem Doppelpunkt, desto stärker die Kompression), die daraus resultierende Dateigröße in KByte und die Zeit, die ein Web-Site-Besucher warten müsste, bis die Grafik geladen ist. Diese Wartezeit ist nur eine Ungefährgröße und abhängig von der Einstellung »Modemgeschw.«weiter unten.


Ansichtsoptionen


Über die vier Buttons kann man die Ansicht innerhalb der Vorschaufenster einstellen. Mit der »+«-Lupe zoomt man eine Stufe hinein, mit der »-«-Lupe eine heraus. In beiden Grafikfenstern werden immer die gleichen Ausschnitte angezeigt. Schade, dass man mit der Lupe nicht direkt per Einkasteln des Zielbereiches in die gewünschte Zoom-Einstellung springen kann, so wie das mit der Lupe im Hauptprogramm möglich ist. Mit dem zweiten Button von links springt man wieder zur globalen Ansicht zurück. Und wem das Vorschaufenster nicht ausreicht (a bisserl mickrig ists ja scho'), der kann sich durch Klick auf den Button ganz rechts eine Ganzseitenvorschau in Originalgröße zeigen lassen (so, wie es dann auch auf der Web-Seite aussehen würde). Mit »Esc« gelangt man aus dieser wieder zurück zum Menü.


In den links abgebildeten Grundeinstellungen kann zunächst eingestellt werden, ob der Picture Publisher jede Veränderung an einer Einstellung sofort automatisch anzeigt, oder nur auf Wunsch des Anwenders. Es gibt aber keinen Grund, die Automatik zu deaktiveren. An der »Modemgeschwindigkeit« kann man erkennen: Der Picture Publisher hat schon einige Jährchen auf dem Buckel. Denn die hier berücksichtigten 14Bps- und 28Bps-Modems entsprechen längst nicht mehr der Durchschnittsausstattung. Bei der Berechnung der heute realistischen Ladezeiten für 56k-Modems oder 64K-ISDN-Karten darf deshalb spekuliert werden. Aber diese Größe ist ohnehin nur Grobschätzung, denn bekanntlich wird die Ladezeit u.a. auch davon beeinflusst, wie schnell die Internetanbindung des Besuchers gerade ist und wie viel Besucherverkehr der Server gerade zu verarbeiten hat. Deaktiviert man die Checkbox »Optionen beim Speichern immer anzeigen«, dann wir dieses JPEG-Menü beim normalen Abspeichern als JPEG-Files (unter →Datei → Speichern unter...) nicht herangezogen. Man sollte sie immer markiert lassen.


Aufloesung


Bei der Auflösung kann man zwischen drei verschiedenen JPEG-Komprimierungsverfahren wählen: YUV 4:4:4, YUV 4:2:2 und YUV 4:1:1. Welche der drei nun für welche Motivarten am besten geeignet sind, kann ich nicht genau sagen. Letztendlich bleibt es dem eigenen Empfinden überlassen, welches Verfahren man am besten verwendet. Fakt ist, dass bei YUV 4:1:1 die stärkste Komprimierung möglich ist.


Komprimierungsfaktor


Beim Regler »Komprimierungsfaktor« kann die Stärke der Komprimierung in 100 Stufen festgelegt werden. Je größer diese eingestellt wird, desto kleiner die Dateigrößeund damit die Ladezeit, desto größer aber auch der Qualitätsverlust der Grafik. Hier gilt es also abzuwägen: Will ich eine schnellere Ladezeit, oder ein bessere Qualität. Normalerweise entschließt man sich hier immer für einen Kompromiss, denn was bringt die schnellste Ladezeit, wenn das Motiv nicht mehr sauber "rüberkommt", was bringt die sauberste Grafik, wenn sie nicht gesehen wird, weil der Besucher aufgrund der langen Wartezeit weitersurft?


Progressives JPEG


Hinter dieser Checkbox verbirgt sich die Möglichkeit, dass sich die JPEG-Grafik in Stufen aufbaut, also zunächst nur grob zu sehen ist und dann immer feiner. Diese sollte man gerade bei etwas größeren Grafiken nutzen, denn es wird Spannung beim Betrachter erzeugt und dieser bekommt keinen unattraktiven Platzhalter zu sehen, sondern von Anfang an die Grafik. Man kann also mit Hilfe dieser Option die Ladezeit einer Grafik subjektiv verkürzen.


Darstellungsphasen


Hat man die linke Checkbox aktiviert, also eine schrittweise Darstellung der JPEG-Grafik gewählt, dann kann man mit diesem Regler noch die Anzahl der Darstellungsphasen einstellen. Je größer die Anzahl, desto mehr Zwischenstufen zwischen der Grob- und der Endansicht.

Letztendlich beschränkt sich die Komprimierungsarbeit auf das Ziehen des Reglers "Komprimierungsfaktor" und dem Vergleich zwischen Original und der komprimierten Grafik bei gleichzeitiger Überprüfung der Dateigröße.

Mit einem Klick auf OK gelangt man dann in das normale Speichern-Menü und kann den Dateinamen festlegen.